Titelbild «Stadtlounge»

Stadtlounge

St. Gallen

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Das urbane Wohnzimmer

Mit der Neugestal­tung des Quartiers um den Hauptsitz der Raiffei­sen­bank wurde die Zielset­zung eingelöst, eine hochwer­tige Begegnungs­zone zu schaffen, die sich nachhaltig identi­täts­stif­tend auf den öffent­li­chen Stadtraum in St. Gallen auswirkt.

Die negative Wahrneh­mung des Bleicheli-­Viertels als zerklüf­tetes Konglo­merat von Restflä­chen und Verkehrs­funk­tionen gehört der Vergan­gen­heit an. Nun lädt das urbane Wohnzimmer quartier­über­grei­fend zum Verweilen ein. Ein bedeutender Bezirk öffnet sich wieder nach aussen, indem er die Menschen ins Innere einlädt.

Die amorphe Formge­bung der Möbel mit ihrer angenehm weichen Materi­al­haptik enthärtet die kantige Präzision der Umgebungs­bauten. Spiele­risch kehrt sich das Verhältnis von Innen- und Aussen­raum um. Die Aussen­fas­saden der Gebäude können ebenso als tapezierte Innenwände der Stadtlounge betrachtet werden.

In Anlehnung an die vielfäl­tige Nutzung eines Wohnraums gliedert sich das Quartier in verschie­dene Funkti­ons­be­reiche wie Empfang, Garderobe, Foyer und Café. Diese Bereiche gehen gleich­förmig ineinander über, sodass ein anmutig fliessendes Kontinuum entsteht. Abends setzen die organisch geformten, scheinbar schwebenden Leucht­körper die Stadtlounge sanft in Szene.

Der einheit­lich rote Bodenbelag aus Kunststoff­gra­nulat fasst wie ein Teppich alle Plätze und Resträume zu einem homogenen Ganzen zusammen. Mit seiner haptisch angenehmen Beschaf­fen­heit bildet der Überzug eine der Grundlagen für die geradezu magneti­sche Wirkung der Lounge.

Dank gezielter szenogra­fi­scher Interven­tionen agieren Verkehrs­teil­nehmer und -teilneh­me­rinnen umsichtig, was zur Entschleu­ni­gung des Durchgangs­ver­kehrs und damit entschei­dend zur Aufent­halts­qua­lität beiträgt.

Projekt «Stadtlounge»
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